Meningitis-Lexikon

Eine ausführliche, allgemeinverständliche Übersicht zu Hirnhautentzündung — Ursachen, Verlauf, Diagnostik und Schutz. Diese Seite ersetzt keine ärztliche Beratung.

1. Was ist Meningitis?

Meningitis bezeichnet eine Entzündung der Hirnhäute (Meningen) — der drei bindegewebigen Schichten, die Gehirn und Rückenmark umgeben. Wird zugleich auch das Gehirn selbst entzündet, spricht man von einer Meningoenzephalitis.

Meningitis ist je nach Ursache ein medizinischer Notfall. Insbesondere die bakterielle Meningitis kann innerhalb von Stunden lebensbedrohlich verlaufen — frühe Erkennung und rasche Antibiotikatherapie entscheiden über die Prognose.

Häufigkeit

In Deutschland treten pro Jahr nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts mehrere Hundert Fälle bakterieller Meningitis auf, die meisten verursacht durch Pneumokokken oder Meningokokken. Virale Hirnhautentzündungen sind insgesamt deutlich häufiger, verlaufen aber meist milder. Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen tragen das höchste Risiko.

Akute vs. chronische Meningitis

  • Akute Meningitis: Symptome innerhalb von Stunden bis wenigen Tagen — typisch für virale und bakterielle Formen.
  • Subakute / chronische Meningitis: Beschwerden über Wochen bis Monate — typisch für Tuberkulose, Pilze (z. B. Cryptococcus), Borreliose oder nicht-infektiöse Ursachen.

2. Anatomie der Hirnhäute

Die Hirnhäute bestehen aus drei Schichten — von außen nach innen:

Dura mater (harte Hirnhaut)

Derbe, lederartige Außenschicht. Sie bildet u. a. das Tentorium cerebelli und die Falx cerebri und enthält die großen venösen Blutleiter (Sinus durae matris).

Arachnoidea (Spinnwebenhaut)

Feines, gefäßarmes Geflecht. Zwischen Arachnoidea und Pia mater liegt der Subarachnoidalraum, in dem der Liquor cerebrospinalis fließt — und in dem sich die Entzündungszellen einer Meningitis befinden.

Pia mater (weiche Hirnhaut)

Dünne, gefäßreiche innerste Schicht. Sie liegt der Hirnoberfläche unmittelbar auf und folgt allen Furchen.

Pia und Arachnoidea werden zusammen auch als Leptomeninx bezeichnet — der Hauptort des Geschehens bei einer Meningitis.


3. Erreger und Formen

3.1 Bakterielle Meningitis

Die häufigsten bakteriellen Erreger bei Erwachsenen und Kindern in Deutschland:

  • Pneumokokken (Streptococcus pneumoniae) — häufigster bakterieller Erreger jenseits des Säuglingsalters; oft im Anschluss an eine Otitis, Sinusitis oder Pneumonie.
  • Meningokokken (Neisseria meningitidis) — gefürchtet wegen Tröpfchen-Übertragung und schneller Sepsis-Gefahr (Waterhouse-Friderichsen-Syndrom). Serogruppen B, C, W, Y, A.
  • Listerien (Listeria monocytogenes) — vor allem bei Säuglingen, Schwangeren und immungeschwächten oder älteren Menschen; Übertragung u. a. durch verunreinigte Lebensmittel.
  • Haemophilus influenzae Typ b (Hib) — durch die Hib-Impfung selten geworden.
  • Streptokokken der Gruppe B und E. coli — bei Neugeborenen.
  • Mycobacterium tuberculosis — verursacht eine subakute, oft schwer zu erkennende tuberkulöse Meningitis.
  • Borrelia burgdorferi — bei der Lyme-Neuroborreliose nach Zeckenstich.

3.2 Virale Meningitis

Insgesamt häufiger als bakterielle Formen, in der Regel selbstlimitierend:

  • Enteroviren (Coxsackie, Echo-Viren) — typischerweise in den Sommermonaten.
  • Herpes-Simplex-Viren (HSV-1, HSV-2) — können auch eine schwere Enzephalitis auslösen, die antiviral behandelt werden muss.
  • Varizella-Zoster-Virus (VZV).
  • FSME-Virus — Frühsommer-Meningoenzephalitis nach Zeckenstich, vor allem in Süddeutschland und in Endemiegebieten Mittel- und Osteuropas.
  • Mumps-Virus, HIV, weitere.

3.3 Pilz-Meningitis

Selten, fast immer bei vorgeschwächtem Immunsystem (z. B. HIV-Infektion, Transplantationen):

  • Cryptococcus neoformans
  • Candida-Spezies

3.4 Nicht-infektiöse („aseptische") Meningitis

Hirnhautreizungen ohne klassischen Erreger:

  • Medikamentös: bestimmte NSAR (z. B. Ibuprofen), intravenöse Immunglobuline, Cotrimoxazol
  • Autoimmun: Lupus, Sarkoidose, Behçet
  • Tumoren / Karzinose: Meningeosis carcinomatosa
  • Nach OP: chemische Meningitis

3.5 Übertragungswege

ErregerÜbertragung
MeningokokkenTröpfchen, enger Kontakt (Familie, Schule)
PneumokokkenTröpfchen, oft Folgeinfektion nach Atemwegsinfekten
Listerienverunreinigte Lebensmittel (Rohmilch, Weichkäse)
Enterovirenfäkal-oral, Schmierinfektion
FSMEZeckenstich, sehr selten unpasteurisierte Milchprodukte
BorrelienZeckenstich
PilzeInhalation von Sporen (nicht von Mensch zu Mensch)

4. Symptome im Detail

Klassische Trias bei Erwachsenen

  • Fieber — meist plötzlich einsetzend, oft > 39 °C.
  • Heftige Kopfschmerzen — diffus, holozephal, durch Bewegung und Licht verstärkt.
  • Nackensteifigkeit (Meningismus) — Schmerzhaftigkeit beim Beugen des Kopfes Richtung Brust.

Die vollständige klassische Trias liegt nicht bei allen Patient:innen vor — sehr alte oder immunsupprimierte Menschen können fieberlos und ohne Meningismus erkranken.

Vegetative Symptome

  • Übelkeit und schwallartiges Erbrechen
  • Schweißausbrüche, Kreislaufschwäche

Neurologische Zeichen

  • Photophobie (Lichtempfindlichkeit) und Phonophobie (Geräuschempfindlichkeit)
  • Bewusstseinsstörungen — von Schläfrigkeit bis Koma
  • Krampfanfälle
  • Hirnnervenausfälle (z. B. Sehstörungen, Doppelbilder, Hörminderung)
  • Fokale neurologische Defizite (Lähmungen, Sprachstörungen) bei Beteiligung des Hirngewebes

Petechien und Hautausschlag

Roter Alarm. Bei einer Meningokokken-Sepsis entstehen typische stecknadel- bis hellergroße rote oder lila Flecken (Petechien, später auch flächige Hautblutungen, „Purpura fulminans"). Das ist ein lebensbedrohliches Notfallzeichen.

Glas-Test (Tumbler-Test)

Drücken Sie ein durchsichtiges Wasserglas mit dem Boden seitlich auf den Hautausschlag. Verschwinden die Flecken nicht unter Druck, sind es Petechien — sofort den Notarzt rufen (112). Hinweis: das Fehlen von Petechien schließt eine Meningokokken-Erkrankung nicht aus.

Symptome bei Säuglingen und Kleinkindern

Klassische Zeichen wie Nackensteifigkeit fehlen oft. Wachsam machen sollten:

  • schrilles, ungewöhnliches Schreien („cri encéphalique")
  • Trinkschwäche, Spucken, Erbrechen
  • Berührungsempfindlichkeit (das Kind möchte nicht auf den Arm)
  • vorgewölbte oder gespannte Fontanelle
  • blass-graues Hautkolorit, kalte Hände/Füße trotz Fieber
  • Krampfanfälle, schlaffer Tonus oder Überstrecken

5. Klinische Zeichen

Ärzt:innen prüfen verschiedene meningitische Zeichen:

  • Brudzinski-Zeichen: Beim passiven Beugen des Kopfes nach vorn werden die Beine reflektorisch in den Hüften und Knien gebeugt.
  • Kernig-Zeichen: Bei in der Hüfte gebeugtem Bein lässt sich das Knie nicht schmerzfrei strecken.
  • Lasègue-Zeichen: Anheben des gestreckten Beines löst Schmerz aus.

Diese Zeichen haben eine begrenzte Sensitivität — eine Meningitis ist auch ohne sie möglich. Sie sind Hinweise, kein Beweis.


6. Diagnostik

Anamnese und körperliche Untersuchung

  • Verlauf der Symptome, Reisen, Impfstatus, Kontakte
  • Vitalparameter, Bewusstseinslage (Glasgow Coma Scale)
  • Hautinspektion (Petechien!)
  • neurologischer Status

Blutuntersuchungen

  • Blutbild, CRP, Procalcitonin
  • Blutkulturen vor Antibiotikagabe
  • Gerinnungsstatus

Lumbalpunktion (Liquordiagnostik)

Die Lumbalpunktion (LP) ist die zentrale Untersuchung: Aus dem Lendenbereich wird eine Probe Hirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (Liquor cerebrospinalis) entnommen. Bestimmt werden:

  • Zellzahl und Zelldifferenzierung
  • Eiweiß, Glucose (im Verhältnis zum Blutzucker), Lactat
  • Mikrobiologie: Gram-Färbung, Bakterienkultur, PCR auf Viren / Bakterien

Typische Liquor-Befunde

ParameterBakteriellViralTuberkulös
Aussehentrüb / eitrigklarklar bis spinnenwebartig
Zellzahl /µL1.000 – 10.000+10 – 50050 – 500
Vorherrschende Zellenneutrophile GranulozytenLymphozytenLymphozyten
Eiweiß↑↑↑(↑)↑↑
Glucose (Liquor/Blut-Quotient)↓↓ (oft < 0,4)normal↓↓
Laktat↑↑normal
CT vor LP? Bei Verdacht auf erhöhten Hirndruck (Bewusstseinsstörung, fokale Defizite, Krampfanfälle, Stauungspapille, Immunsuppression) wird zunächst ein cCT durchgeführt, um eine Einklemmung durch die Punktion zu verhindern.

Bildgebung

  • Cranielles CT: zum Ausschluss raumfordernder Prozesse, Hirnödem, Hydrocephalus.
  • MRT: empfindlicher für entzündliche Veränderungen, Abszesse und Komplikationen.

7. Behandlung

Bakterielle Meningitis — Notfalltherapie

Bei begründetem Verdacht: nicht warten. Antibiotika werden möglichst innerhalb der ersten Stunde nach Krankenhausaufnahme intravenös begonnen — idealerweise nach Abnahme von Blutkulturen, aber notfalls vor der LP.

Kalkulierte (vorläufige) Therapie für Erwachsene in Deutschland (gemäß Leitlinie der DGN / DGNI):

  • Cephalosporin der 3. Generation (Ceftriaxon oder Cefotaxim) — gegen Pneumokokken und Meningokokken
  • + Ampicillin — zusätzlich, um Listerien abzudecken (Säuglinge, Schwangere, ältere Menschen, Immungeschwächte)
  • + Dexamethason als adjuvante Therapie — vor oder mit der ersten Antibiotikagabe; reduziert Komplikationen v. a. bei Pneumokokken-Meningitis

Nach Erregerbestimmung wird die Therapie zielgerichtet angepasst und über 7–14 Tage fortgesetzt (Meningokokken meist 5–7, Pneumokokken 10–14, Listerien bis 21 Tage).

Virale Meningitis

Meist symptomatische Therapie mit Schmerz-, Fieber- und Übelkeitsmitteln, ausreichend Flüssigkeit, Bettruhe und Reizabschirmung. Bei Verdacht auf Herpes-simplex-Enzephalitis wird sofort hochdosiert Aciclovir intravenös gegeben.

Tuberkulöse Meningitis

Vier-Fach-Tuberkulostatika-Therapie (Isoniazid, Rifampicin, Pyrazinamid, Ethambutol) über mindestens 12 Monate, ergänzt durch Kortikosteroide.

Pilz-Meningitis

Antimykotische Therapie (z. B. Amphotericin B + Flucytosin bei Cryptococcus), oft langwierig.


8. Komplikationen

  • Hörverlust — typischerweise nach Pneumokokken-Meningitis. Eine frühzeitige audiologische Kontrolle ist wichtig.
  • Krampfanfälle und nachfolgende Epilepsie
  • Kognitive Beeinträchtigungen — Konzentration, Gedächtnis, Lernen
  • Hirnnervenausfälle
  • Hydrocephalus (Wasserkopf) durch Resorptionsstörung des Liquors
  • Sepsis — vor allem bei Meningokokken
  • Waterhouse-Friderichsen-Syndrom — fulminante Meningokokken-Sepsis mit Nebennierenversagen, hohe Letalität
  • Tod — in Deutschland je nach Erreger und Alter etwa 5–25 % bei bakterieller Meningitis

Eine vollständige Erholung kann Wochen bis Monate dauern. Rehabilitative Maßnahmen (Physio-, Ergo-, Logo-, Hörtherapie) sind oft sinnvoll.


9. Prävention & Impfung

Impfungen (STIKO, Stand 2026)

  • Pneumokokken — Standardimpfung für Säuglinge sowie Personen ab 60 Jahren.
  • Haemophilus influenzae Typ b (Hib) — Standardimpfung für Säuglinge.
  • Meningokokken C — Standardimpfung im 2. Lebensjahr.
  • Meningokokken B — Standardimpfung für Säuglinge ab dem 2. Lebensmonat.
  • Meningokokken ACWY — empfohlen für Reisen in Endemiegebiete (z. B. „Meningitis-Gürtel" Subsahara-Afrika), Hadj-Pilger:innen, Personen mit erhöhtem Risiko.
  • FSME — empfohlen in Risikogebieten (Süddeutschland, Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen u. a.) sowie für Reisende.

Hygiene und allgemeine Prävention

  • Häufiges Händewaschen — vor allem bei Kontakt mit Erkrankten.
  • Husten- und Niesetikette beachten.
  • In Endemiegebieten: Schutz vor Zeckenstichen (FSME, Borreliose).
  • Lebensmittelhygiene — vor allem in der Schwangerschaft (Listerien): keine rohe Milch, Vorsicht bei Weichkäse, Rohwurst.

Postexpositionsprophylaxe nach Meningokokken-Kontakt

Enge Kontaktpersonen (Haushalt, Bussi-Bussi-Kontakt, Schulklasse) erhalten innerhalb von 10 Tagen eine Antibiotikaprophylaxe — typischerweise Rifampicin, Ciprofloxacin oder Ceftriaxon. Das Gesundheitsamt koordiniert die Maßnahmen.

In Deutschland besteht für invasive Meningokokken- und Hib-Erkrankungen, sowie für Pneumokokken-Meningitis eine namentliche Meldepflicht nach § 7 IfSG.

10. Spezielle Gruppen

Säuglinge und Kleinkinder

Erreger oft anders verteilt: bei Neugeborenen Streptokokken Gruppe B, E. coli, Listerien; jenseits des Säuglingsalters Pneumokokken und Meningokokken. Symptome unspezifischer (siehe Abschnitt 4).

Reisende

Im sogenannten Meningitis-Gürtel Afrikas (Senegal bis Äthiopien, vor allem Trockenzeit Dezember–Juni) treten saisonal Meningokokken-Epidemien auf. Vor Reisen dorthin ist eine ACWY-Impfung empfohlen — für Hadj-Pilger:innen verpflichtend.

Immunsupprimierte Personen

HIV-Patient:innen, Empfänger:innen von Organtransplantationen, Menschen mit funktioneller Asplenie oder Komplementmangel haben ein erhöhtes Risiko, vor allem für Pneumokokken, Meningokokken und Cryptococcus. Spezielle Impfempfehlungen beachten.

Schwangere

Listerien-Meningitis ist während der Schwangerschaft gehäuft und verläuft oft atypisch. Die Empfehlung, in der Schwangerschaft auf rohe Milch, Weichkäse aus Rohmilch und Rohwurst zu verzichten, ist medizinisch begründet.


11. Notfall — Was tun bei Verdacht?

Wenn folgendes auftritt, ist es ein Notfall:
  • plötzliches hohes Fieber + heftiger Kopfschmerz + Nackensteifigkeit
  • nicht-wegdrückbarer Hautausschlag (Petechien)
  • Bewusstseinsstörung, Krampfanfall
  • bei Säuglingen: schrilles Schreien, vorgewölbte Fontanelle, Trinkschwäche
112 anrufen. Nicht abwarten, nicht selbst zur Praxis fahren.

Was helfen kann, bis der Notruf da ist

  • Person flach lagern, ruhig zureden, möglichst abdunkeln (Photophobie).
  • Alle Symptome, deren Beginn und alle eingenommenen Medikamente notieren — diese Angaben helfen den Ärzt:innen sofort.
  • Glas-Test bei Hautausschlag (siehe oben).
  • Bei Krampfanfall: nichts in den Mund stecken, vor Verletzungen schützen, Seitenlage nach dem Anfall.

12. Glossar

Aseptische Meningitis
Meningitis ohne Nachweis klassischer Bakterien — meist viral oder nicht-infektiös bedingt.
Bakteriämie
Vorhandensein von Bakterien im Blut.
Brudzinski-Zeichen
Reflektorisches Anziehen der Beine beim passiven Beugen des Kopfes nach vorn.
Empirische Antibiose
Antibiotikatherapie ohne genaue Erregerkenntnis, basierend auf der Wahrscheinlichkeit.
Glasgow Coma Scale (GCS)
Standardisierte Skala zur Bewertung der Bewusstseinslage (3–15 Punkte).
Hydrocephalus
Erweiterung der inneren Liquorräume — „Wasserkopf".
Kernig-Zeichen
Schmerzhafte Streckhemmung im Kniegelenk bei in der Hüfte gebeugtem Bein.
Liquor cerebrospinalis
Hirn-Rückenmarks-Flüssigkeit, die im Subarachnoidalraum und in den Hirnventrikeln zirkuliert.
Lumbalpunktion (LP)
Entnahme von Liquor aus dem Lendenbereich zwischen den Wirbeln.
Meningismus
Schmerzhafte Nackensteifigkeit als Reizzeichen der Hirnhäute.
Meningokokken
Bakterien (Neisseria meningitidis), häufige Erreger bakterieller Meningitis.
Meningosis carcinomatosa
Tumorzellen im Liquor / an den Hirnhäuten — eine Form der nicht-infektiösen Meningitis.
Petechien
Stecknadelgroße Einblutungen in die Haut, nicht wegdrückbar — Warnzeichen für Sepsis.
Photophobie
Lichtempfindlichkeit, oft schmerzhaft.
Procalcitonin
Blutmarker, der bei bakterieller Infektion deutlich ansteigt.
Sepsis
Lebensbedrohliche Reaktion des Körpers auf eine Infektion.
Subarachnoidalraum
Raum zwischen Arachnoidea und Pia mater, gefüllt mit Liquor.
Waterhouse-Friderichsen-Syndrom
Fulminanter septischer Schock bei Meningokokken mit Nebennierenversagen.

13. Quellen und weiterführende Information

  • Robert Koch-Institut (RKI) — RKI-Ratgeber zu Meningokokken, Pneumokokken, Hib, Listeriose
  • Ständige Impfkommission (STIKO) am RKI — aktuelle Impfempfehlungen
  • Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) — S2k-Leitlinie „Ambulant erworbene bakterielle Meningoenzephalitis im Erwachsenenalter"
  • Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI)
  • WHO — Meningitis Fact Sheets

Wichtiger Hinweis: Diese Seite ist kein Ersatz für eine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei begründetem Verdacht auf eine Meningitis suchen Sie bitte unverzüglich medizinische Hilfe — im Notfall 112.